Carport Baugenehmigung 2026: Der ultimative Guide für Deutschland
Sie planen ein Carport, um Ihr Auto vor Hagel, Schnee und UV-Strahlung zu schützen? Eine gute Entscheidung. Doch bevor die Pfosten in den Boden gerammt werden, wartet die deutsche Bürokratie.
Sie planen ein Carport, um Ihr Auto vor Hagel, Schnee und UV-Strahlung zu schützen? Eine gute Entscheidung. Doch bevor die Pfosten in den Boden gerammt werden, wartet die deutsche Bürokratie. „Brauche ich überhaupt eine Genehmigung?“ ist die Frage, die uns bei eCarport KFI am häufigsten gestellt wird.
Die Antwort ist ein klassisches: Es kommt darauf an. Da Baurecht in Deutschland Ländersache ist, kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen.
In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Landesbauordnungen, die Grenzbebauung und wie Sie den Behördengang ohne graue Haare überstehen.
1. Genehmigungsfrei oder Bauantrag? Das Gesetz der Bundesländer
In Deutschland ist das Bauen in der Landesbauordnung (LBO) des jeweiligen Bundeslandes geregelt. Viele kleinere Carports gelten als „verfahrensfreie Bauvorhaben“. Das bedeutet, Sie dürfen unter bestimmten Bedingungen ohne explizite Genehmigung bauen.
Die Faustregeln für die Genehmigungsfreiheit
Meistens entscheiden drei Faktoren darüber, ob Sie den Bauantrag stellen müssen:
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Grundfläche: (z. B. bis 30 m² oder 50 m²)
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Mittlere Wandhöhe: (oft limitiert auf 3,00 Meter)
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Lage: Innerhalb oder außerhalb des Bebauungsplans.
Quick-Check: Bundesländer im Vergleich (Auszug)
| Bundesland | Genehmigungsfrei bis... | Besonderheiten |
| BaWü | 40 m³ Rauminhalt | Im Innenbereich verfahrensfrei. |
| Bayern | 50 m² Grundfläche | Gilt auch für Garagen. |
| NRW | 30 m² Grundfläche | Mittlere Wandhöhe max. 3m. |
| Berlin | 30 m² Grundfläche | Aber: Nur bis 3m Höhe. |
| Niedersachsen | 30 m² Grundfläche | Grenzbebauung genau prüfen! |
Hinweis: Auch wenn ein Vorhaben „verfahrensfrei“ ist, müssen Sie alle baurechtlichen Vorschriften (z.B. Statik, Abstandsflächen) einhalten. Sie bauen auf eigene Verantwortung korrekt.
2. Das Thema Grenzbebauung: Wenn der Nachbar ins Spiel kommt
Ein Carport direkt an der Grundstücksgrenze zu bauen, ist oft die einzige Lösung bei schmalen Grundstücken. Das ist in den meisten Bundesländern unter folgenden Bedingungen zulässig:
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Maximale Länge: Meist dürfen insgesamt nicht mehr als 9 Meter an einer Grenze und 15 Meter an allen Grenzen insgesamt bebaut werden.
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Mittlere Wandhöhe: Darf im Bereich der Grenze in der Regel 3 Meter nicht überschreiten.
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Keine Aufenthaltsräume: Ein Carport darf nur zum Abstellen von Fahrzeugen (und ggf. Geräten) dienen, nicht als Werkstatt oder Partyraum.
Pro-Tipp von eCarport KFI: Sprechen Sie vorher mit Ihrem Nachbarn. Ein gutes Verhältnis ist oft mehr wert als jeder Paragraf, auch wenn Sie im Recht sind.
3. Der Bebauungsplan (B-Plan): Das unsichtbare Hindernis
Selbst wenn die Landesbauordnung sagt „Alles okay“, kann die Gemeinde Ihnen einen Strich durch die Rechnung machen. Der Bebauungsplan regelt für bestimmte Wohngebiete Details wie:
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Dachform und Material.
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Farbe der Konstruktion.
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Flächen, die nicht überbaut werden dürfen (Baugrenzen/Baulinien).
Schauen Sie unbedingt in Ihren Kaufvertrag oder fragen Sie beim örtlichen Bauamt nach dem B-Plan für Ihr Flurstück.
4. Modernes Bauen: Photovoltaik-Carports
Wer heute ein Carport baut, denkt oft direkt an die Zukunft. Solar-Carports sind nicht nur nachhaltig, sie können die Genehmigung in manchen Bundesländern sogar erleichtern, da die Nutzung erneuerbarer Energien politisch gewollt ist. In einigen Ländern gibt es mittlerweile sogar eine PV-Pflicht bei Neubauten oder größeren Parkplatzflächen.
Bei eCarport KFI haben wir uns darauf spezialisiert, Funktionalität mit modernem Design zu verbinden. Wir wissen genau, welche statischen Anforderungen eine Solaranlage an Ihr Carport stellt und welche Unterlagen das Bauamt dafür sehen will.
5. Welche Unterlagen brauchen Sie für den Bauantrag?
Falls Sie eine Genehmigung benötigen, müssen Sie einen Bauantrag einreichen. Dafür brauchen Sie meist einen vorlageberechtigten Entwurfsverfasser (Architekt oder Bauingenieur).
Checkliste für den Antrag:
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Bauantragsformular: Offizielles Dokument der Gemeinde.
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Lageplan: Vom Katasteramt (meist nicht älter als 6 Monate).
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Bauzeichnungen: Grundriss, Schnitte und Ansichten (Maßstab 1:100).
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Baubeschreibung: Details zu Materialien und Nutzung.
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Statik & Brandschutznachweis: Je nach Bundesland erforderlich.
Fazit: Erst prüfen, dann schrauben
Ein Carport ohne Genehmigung zu bauen (Schwarzbau), kann teuer werden. Im schlimmsten Fall droht der Rückbau. Nehmen Sie sich die Zeit für eine kurze Anfrage beim Bauamt oder nutzen Sie unsere Expertise.
Haben Sie Fragen zur Planung oder brauchen Unterstützung bei der Auswahl des richtigen Carports?
Wir bei eCarport KFI begleiten Sie von der ersten Idee bis zur Montage. Schauen Sie sich unsere Lösungen an und lassen Sie uns gemeinsam Ihr Projekt realisieren.
FAQ – Kurzantworten zum Carport-Bau
Wie lange dauert eine Baugenehmigung?
In der Regel zwischen 4 und 12 Wochen, je nach Auslastung des Bauamts.
Was kostet die Genehmigung?
Rechnen Sie mit etwa 0,5 % bis 1 % der Bausumme, mindestens aber 50 bis 100 Euro Verwaltungsgebühr.
Darf ich ein Carport in den Vorgarten stellen?
Das ist oft schwierig, da viele Kommunen das Parken vor der „Fluchtlinie“ des Hauses einschränken. Hier hilft nur der Blick in den Bebauungsplan.